Entdecken Sie die Elemente der Fassade

Pokal geflügelter Fisch

Der Fisch verweist auf Fleisch und Nahrung allgemein. Die Flügel stehen symbolisch für Reinheit und für das „erhöhte“ im Beruf (saubere, ehrliche Arbeit)

Spitzbogiger Durchgang

Im EG öffnet sich neben dem Schaufenster des Geschäftslokals ein spitzbogiger profilierter Durchgang mit dem Datum 1529.

Im EG öffnet sich neben dem Schaufenster des Geschäftslokals ein spitzbogiger profilierter Durchgang mit dem Datum 1529.

Fischherren-Zunftzeichen

Beide Zunftzeichen (Metzger-Beil und Fischherren-Fisch) finden sich in Stein gehauen auf den Sandsteingewänden des 1. EG.

Das Fischherren-Zunftzeichen zeigt einen Fisch und repräsentiert die Fischherren-Zunft, die für den Handel und die Kontrolle des Fischmarktes zuständig war. Der Fisch ist das klassische Symbol dieser Zunft, da der Fischhandel und die -verarbeitung in Städten mit Zugang zu Gewässern von großer Bedeutung waren. Der Fisch als Zunftzeichen verweist auf das Handwerk und die Verantwortung der Zunft, den Fischmarkt zu regulieren.

Metzger-Beil Zunftzeichen

Beide Zunftzeichen (Metzger-Beil und Fischherren-Fisch) finden sich in Stein gehauen auf den Sandsteingewänden des 1. EG.

Das Metzger-Beil ist das Zunftzeichen der Metzgerzunft. Ein Beil war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ein wichtiges Werkzeug für Metzger, um Tiere zu schlachten und Fleisch zu zerlegen. Das Zunftzeichen mit dem Beil symbolisiert daher das Handwerk der Metzger, das mit der Fleischverarbeitung und der Kontrolle über die Fleischproduktion und -verkäufe in der Stadt Luzern verbunden war.

Wappen des Hans Golder

Die Fenstergewände sowie die linke Aussenseite der Fassade im 1.OG sind mit den bereits oben erwähnten in Stein gehauenen Zunftzeichen sowie mit einem weiteren gemalten Wappen des Hans Golder, 1531 (gelber Flügel auf blauem Grund) verziert.

Das gemalte Wappen des Hans Golder zeigt einen gelben Flügel auf blauem Grund. Hans Golder war ein Zunftmeister oder eine bedeutende Persönlichkeit aus der Zeit und das Wappen könnte auf seine Rolle in der Stadt oder in der Zunft hinweisen. Der gelbe Flügel auf blauem Grund ist ein heraldisches Symbol, das mit seiner Familie oder seiner Zunft verbunden war.

Rebstaude

In den Zwischenräumen der drei Fenster des 2. OG sind auf der linken Seite ein Apfelbäumchen, welches durch Anbringung des Wirtshausschildes 1897 teilweise zerstört wurde, sowie auf der rechten Seite eine Rebstaude dargestellt.

Die Rebstaude verweist auf die Weinkultur und den Weinhandel, die in Luzern und der Schweiz eine lange Tradition haben. Es könnte auch eine symbolische Anspielung auf den Handel am Weinmarkt sein, was auf die wirtschaftliche Bedeutung des Handels mit Wein und landwirtschaftlichen Produkten hinweist.

Renw. Cysat Schriber der Fischheren un Rohrgesellen

Rechts „Renw. Cysat Schriber der Fischheren un Rohrgesellen“ mit Beutelnetz und Fischerstange.

Zunfthus der Fischheren un Metzger 1529-1873

Eine Schriftrolle in der Mitte der Fassade (2. OG) verweist auf die ursprüngliche Bedeutung des Hauses als „Zunfthus der Fischheren un Metzger 1529-1873“

Die Inschrift auf der Fassade ist also ein Hinweis darauf, dass das Gebäude als Zunfthaus für diese beiden wichtigen städtischen Zünfte diente, die eng mit der Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln verbunden waren. Das Gebäude war ein Zentrum für die gesellschaftlichen und politischen Aktivitäten der Zünfte, und ihre Mitglieder trafen sich dort, um ihre Handwerke zu organisieren, politische Entscheidungen zu treffen und ihre Interessen zu vertreten.

Hans Hug Schulthess/ Zunftmeister 1530

„Hans Hug Schulthess/Zunftmeister 1530“ der Metzger von 1530 mit einer Axt in der linken Hand

Renw. Cysat Schriber der Fischheren und Rohrgesellen

Rechts „Renw. Cysat Schriber der Fischheren und Rohrgesellen“ mit Beutelnetz und Fischerstange.

Beide sind bezeichnet durch eine jeweils nebenstehende Schriftrolle und stehen auf einem Podest mit ihren jeweiligen Wappen. Der Raum über ihren Köpfen ist mit nixenartigen Grotesken mit Gesichtern ausgefüllt. Die Inschrift „Renw. Cysat Schriber der Fischheren un Rohrgesellen“ bezieht sich auf Renward Cysat, einen bedeutenden Stadtschreiber von Luzern im 16. Jahrhundert. Er war nicht nur ein politischer Akteur, sondern auch ein vielseitiger Gelehrter, der sich für die Geschichte und Kultur der Stadt interessierte. Cysat führte unter anderem die Regie bei den Luzerner Osterspielen und sammelte umfangreiche historische und kulturelle Daten, die heute eine wertvolle Quelle für die Stadtgeschichte darstellen

Ad(albert). Müller-Peter

Direkt über den mittleren Fenstersturz des 3. OG, symbolisch an der Dachuntersicht aufgehängt, findet sich das Wappen des Auftraggebers der Malerei „Ad(albert). Müller-Peter“, dargestellt durch ein schwarzes Mühlrad auf bräunlich.

Das Wappen mit dem schwarzen Mühlrad an der Fassade des Zunfthauses zur Metzgern am Weinmarkt 3 in Luzern verweist auf Albert Müller-Peter, den Auftraggeber der Fassadenmalerei von 1928. Das Mühlrad symbolisiert seine Zugehörigkeit zur Müllerzunft, einer der ältesten Zünfte der Stadt.

Albert Müller-Peter war ein Luzerner Unternehmer und Kunstmäzen. Er engagierte sich aktiv in der Stadtentwicklung und unterstützte kulturelle Projekte. Sein Auftrag für die Fassadenmalerei am Zunfthaus zur Metzgern trug dazu bei, das historische Erbe der Stadt zu bewahren und die Bedeutung der Zünfte in der Stadtgeschichte hervorzuheben.

Hans Hug Schulthess

Auf der Höhe des 3. OG sind als Vertreter des Zünfte der Metzgern und Fischerren zwei überlebensgrosse Figuren dargestellt: links, „Hans Hug Schulthess/Zunftmeister 1530“ der Metzger von 1530 mit einer Axt in der linken Hand

Hans Hug Schulthess war im Jahr 1530 Zunftmeister der Metzgerzunft in Luzern. Er war ein aktiver Metzger und spielte eine wichtige Rolle in der Stadtpolitik. Ab 1530 war er Mitglied des Grossen Rates und bekleidete verschiedene politische Ämter, darunter das des Schultheissen. Er war auch in militärischen Angelegenheiten aktiv und nahm an mehreren Feldzügen teil. Seine politische und gesellschaftliche Bedeutung spiegelt sich in der Ehrung durch die Darstellung auf der Fassade wider.

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